verschiedene Arten von Nebelmaschinen

Verschiedene Arten von Nebelmaschinen

Bereits seit über 100 Jahren gibt es die Möglichkeit, Nebel künstlich herzustellen. Auch in den 1950er bis in die 1970er Jahre wurde in Discotheken diese Art der Nebelerzeugung verwendet. Hierfür wurde entweder Wasserdampf oder Pyrotechnik verwendet.

Da diese ersten künstlichen Nebel den Verdacht der Gesundheitsschädigung hatten, wurden diese Arten des Nebels verboten und man musste sich etwas Neues einfallen lassen, diesen Nebel künstlich herzustellen. Es dauerte allerdings bis zum Jahre 1980, als ein bestimmtes Fluid erschaffen wurde, welches den Nebel künstlich erzeugt. Dieses Fluid wurde dann in separat entwickelte Maschinen gefüllt und so dieser Nebel künstlich und nicht gesundheitsschädlich hergestellt.

Mit einer Nebelmaschine wird künstlicher Nebel, also Bühnennebel, hergestellt, indem von ihr Nebelfluid verdampft wird. Aus diesem Grund lautet der vollständige Name dieser Maschine auch Verdampfer-Nebelmaschine. Die Eigenschaften des Nebels können je nach Maschinentyp und Fluid in ihrer Standzeit und Dichte verändert werden.

Die verschiedenen Arten der Nebelmaschinen

Die konventionelle (klassische) Nebelmaschine: Der Fogger

Von der klassischen Nebelmaschine, dem sogenannten Fogger wird ein Fluid erhitzt, welches Alkohol in einer wässrigen Lösung enthält. Diese Lösung wird dann in Form von feinen Dampftröpfchen durch eine Düse ausgestoßen. Die Lichtstrahlen brechen sich an den Tröpfchen, die dadurch sichtbar werden. Wie lange sich der Nebel hält, das ist abhängig von der Leistungsfähigkeit des Gerätes.

Der Dunsterzeuger: Der Hazer

Von einem Dunsterzeuger wird kontinuierlich feiner Dunst erzeugt und dieser ist wesentlich feiner, als der übliche Kunstnebel. Der „Haze“ ist im Idealfall fast unsichtbar und sorgt dennoch dafür, dass die Strahlen der Effekte auffallen. Diese Form der Nebelmaschinen kommt zumeist bei Konzerten zum Einsatz, wo ein massiver und dichter Kunstnebel die Zuschauer stören würde. Von den Geräten wird das sogenannte Haze-Fluid mit Hilfe von Ultraschall oder Druckluft zerstäubt. In diesem Fluid ist weniger Wasser enthalten als in dem normalen Nebelfluid und erinnert mehr an Öl. Aus diesem Grund kann es bei einem längeren Betrieb in einem geschlossenen Raum auch zu Ablagerungen an der Lichtanlage oder dem Boden kommen.

Der Fazer: der Hybrid unter den Nebelmaschinen

Der Fazer funktioniert von seiner Technik her wie die klassische Nebelmaschine, doch diese läuft kontinuierlich und der Ausstoß wird breit über einen Lüfter verteilt. Damit ist der Effekt, ähnlich wie beim Fazer, also ein feiner Nebel entsteht, doch es wird das gewöhnliche Fluid genutzt. Die Menge an erzeugten Feinnebel reicht allerdings für größere Veranstaltungen nicht aus und dann ist der Fazer die bessere Wahl.

Die Bodennebelmaschine

Den Effekt dieser Nebelmaschine hat wohl schon jeder einmal gesehen, sofern er die Musiksendungen aus dem TV kennt. Dort scheint der Interpret der einen romantischen Song zum Besten gibt, förmlich in dem beleuchteten Nebel zu schweben, wobei der Bühnenboden nicht mehr zu sehen ist. Die Bodennebelmaschine funktioniert wie die klassische Nebelmaschine: Das heißt, das Fluid verdunstet mit Hilfe von Hitze und nun kommt jedoch der Clou – bevor es zum Ausstoß kommt, wird dieser durch ein eingebautes Kühlaggregat oder durch Trockeneis heruntergekühlt. Da kalter Nebel schwerer ist als warme Luft, verteilt sich dieser auf dem Boden. Aber bei den günstigen Geräten ist die Kühlleistung nicht sehr gut und daher steigt der Nebel dann doch schneller nach oben, als man es sich wünscht.

Ganz besonders die Filmbranche profitiert in der heutigen Zeit von den großen Nebelmaschinen. Besonders in mystischen Filmen, Krimis mit gruseligen Szenen sowie in Sience-Fiction-Filmen kommen diese Nebelschwaden sehr gut zur Wirkung. Schließlich soll der spätere Kinobesucher auch merken, dass dann bald etwas Sonderbares passiert. Dafür müssen diese großen Nebelmaschinen von mehreren Personen getragen werden, da diese großen Nebelmaschinen auch gleich aus mehreren Teile bestehen.

Daneben gibt es auch die kleinen handlichen Nebelmaschinen, welche nicht größer sind als ein einfacher Werkzeugkoffer. Diese werden in der Regel meistens in Discotheken und bei besonderen Lightshows zur Anwendung kommen. In einigen Discotheken sind diese Maschinen sogar an einer Wand angebracht und werden per Fernsteuerung aktiviert. Der Effekt besteht darin, dass es hinterher so aussieht, als wäre die gesamte Wand voller Nebelschwaden. Dazu noch einige Lichteffekte und schon hat diese Show ihre Wirkung und ihre Anhänger.

Verwendung:

In der heutigen Zeit werden Nebelmaschinen auch dort eingesetzt, wo die Energiesparhäuser gebaut werden. Erst werden alle Fenster und Türen geschlossen. Dann werden die Nebelmaschinen angeworfen, um zu sehen, wo überall der Nebel noch durch irgendwelche Öffnungen entweichen kann. Kann kein Nebel aus dem Haus entweichen, so ist dies ein Zeichen für die Dichtigkeit des Hauses. Anschließend wird der Nebel wieder abgesaugt und ins Freie geleitet. Somit hat das Niedrigenergiehaus die Vorgaben erfüllt und der Hausbesitzer hat Anspruch auf die dafür vorgesehene staatliche Prämie.

Doch auch die Feuerwehr verwendet die Nebelmaschinen mit ihrem künstlichen Nebel bei Übungen, um Sichtbehinderungen für die mitmachenden Feuerwehrleute zu erzeugen. Auf diese Weise müssen sich die Feuerwehrleute durch die künstlich erzeugten Rauchschwaden kämpfen, um an mögliche „Verletzte“ durch den Rauch heranzukommen und diese dann anschließend auch zu bergen.

Nicht verwechselt werden darf dieser künstliche erzeugte Nebel mit den Rauchschwaden, welche aus den Schornsteinen der Modelleisenbahnlokomotiven steigt. Für diesen künstlichen Rauch ist ein kleiner Generator in die Maschine eingebaut, um auf diese Weise den notwendigen Rauch zu erzeugen.
Auf militärischem Gebiet wurden die Nebelmaschinen auch eingesetzt, um mögliche Waffensysteme vor dem Feind zu verstecken. Diese Methode wird innerhalb der NATO heutzutage aber nicht mehr angewendet.

Gesundheitliche Auswirkungen:

Einige Nebelmaschinen enthalten Glycerin als Nebelfluid. Dieses Glycerin darf allerdings nicht auf 200°Celsius erhitzt werden, da es sonst zu einem krebserregenden Stoff Acrolein kommen könnte. Heute sind die meisten Nebelmaschinen aber temperaturmäßig zentriert, und kommen nicht auf diese 200°Celsius, um eine gefährliche Bildung des Acroleins zu vermeiden.

Daneben gibt es auch noch Nebelmaschinen, welche mit Glykolen betrieben werden. Diese Glykole sind so lange nicht schädlich für die Menschen, solange man nicht direkt nur diesen Nebel einatmet.

Funktionsarten:

Es gibt auch die Hazer, welche teilweise ebenfalls als Nebelmaschinen genutzt werden. Hierbei wird entweder Wasser oder das leichte Nebelfluid durch einen Ventilator oder ein Gerät mit noch höherem Luftdruck herausgeschossen. Auf diese Weise wird ebenfalls leicht durchsichtiger Dunst erzeugt, welcher aber nur im weitesten Sinne als Nebel bezeichnet werden kann.

Wenn direkte Nebelmaschinen an schwer zugänglichen Stellen angebracht werden, damit nicht jeder an diese Maschinen kommen kann, werden diese dann über Fernbedienungen oder teure Nebelmaschinen über das neue DMX gesteuert. Zur Sicherheit ist aber an der Nebelmaschine auch noch ein Schalter angebracht, welcher zuerst ausgelöst werden muss, damit die Nebelmaschine überhaupt funktioniert.

Große Nebelmaschinen

Vorteile:

Für große Filmkulissen oder Übungen der Feuerwehr können diese großen Nebelmaschinen eingesetzt werden. Auch um große Flächen zu vernebeln, sind diese Nebelmaschinen ideal.

Nachteil:

Diese großen Nebelmaschinen sind zu unhandlich, zu schwer und bestehen zudem noch aus mehreren Teilen. Für das Tragen und den Aufbau sind hier mehrere Personen notwendig.

Kleine Nebelmaschinen

Vorteile:

Diese kleinen Nebelmaschinen sind handlich und können praktisch überall dort angewendet werden, wo kleinere Partys stattfinden oder in Discotheken als besonderer Effekt. Diese kleinen Nebelmaschinen enthalten oftmals destilliertes Wasser in Verbindung mit Glykol, welches dann erhitzt wird. Der austretende Dampf ist dann der Nebel in Form von Aerosol.

Diese kleinen Nebelmaschinen werden auch gern von der Feuerwehr bei Übungen eingesetzt, um auf diese Weise Rauchschwaden zu erzeugen.

Nachteile:

Auflaufende Kosten durch die ständige Anschaffung von Glykol.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*